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10
April
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Die chinesische Fosun Gruppe wird Partner der Wiener Sängerknaben in China

In Anwesenheit von Bundespräsident Dr. Alexander van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung vorsieht: Damit soll Kindern in China und Europa musikalische Früherziehung mit den Methoden der Wiener Sängerknaben zugänglich gemacht werden. Zu den Agenden der Stiftung gehören die Unterstützung von musikpädagogischen Forschungsprojekten, von Initiativen wie „Superar“ und die Schaffung von Musikkindergärten nach Vorbild der Wiener Sängerknaben in den wichtigsten chinesischen Städten

1991 waren sie das erste Mal in Peking; seit 1999 fahren die Wiener Sängerknaben regelmäßig auf Tournee nach China. Sie singen in den großen Städten, aber auch in kleineren Orten abseits der Touristenrouten, 2008 reiste der Chor sogar auf der alten Seidenstraße durch die Gobi und die Taklamakan – dabei entstand Curt Faudons Sängerknaben-Film „Silk Road“.

 

Inzwischen gibt es einen eigenen Fanclub, die „Friends of the Vienna Boys Choir in China“. Seit 2010 gibt es das „World Peace Choral Festival“ in Wien – ein internationales Chorfestival mit den Wiener Sängerknaben, das auf die Initiative der chinesischen „Friends“ zurückgeht; chinesische Kinder- und Jugendchöre singen mit Begeisterung Sängerknaben-Repertoire. 2017 wurde in Shanghai der erste „Friends of the Vienna Boys Choir“-Musikkindergarten nach dem Vorbild und mit dem Know-How der Wiener Sängerknaben eröffnet.

 

Nicht nur die Konzerte des Knabenchors finden großen Anklang im Reich der Mitte, auch die mitreißenden Workshops von Professor Gerald Wirth, dem künstlerischen Leiter und Präsidenten der Wiener Sängerknaben. Die mittlerweile legendären Kurse richten sich an chinesische Chorleiterinnen und Chorleiter, Sängerinnen und Sänger jeden Alters und an interessierte Laien; hier wird gesungen, gejodelt und chinesisch und österreichisch improvisiert, China trifft auf Österreich, Österreich auf China – ein echter, über die Jahre gewachsener Kulturaustausch mit Kultfaktor.

 

Die chinesische Fosun Gruppe hat klar erkannt, welche Rolle Musik insbesondere in der Früherziehung spielt; welcher Nutzen für die Entwicklung der Persönlichkeit, für die Bildung darin liegt. Ganz wichtig ist also, dass jedes Kind, gleich welcher Herkunft, Zugang zu Musik und vor allem zum eigenen Musikmachen hat. Professor Wirth: „Je mehr Kinder singen und Musik machen, desto besser – für den oder die Einzelne, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes.“ Ping Gong, Executive Director und Senior Vice President der Fosun Gruppe und Professor Wirth sind sich einig: „Musik – und besonders Singen – ist ein wesentlicher Teil menschlicher Kultur. Singen verbindet Völker.“