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Die Wiener Hofmusikkapelle

Am 7. Juli 1498 verfügte Kaiser Maximilian I. von Freiburg im Breisgau aus eine Neuorganisation seines Hofes und seiner Hofkapelle. Aufgrund der schlechten Quellenlage wird 1498 heute als Gründungsdatum der Wiener Hofmusikkapelle und auch der Wiener Sängerknaben angesehen.
So klingt die Hofmusikkapelle:
Die Hörbeispiele stammen aus den Mozartmessen, die im Jänner 2022 gesungen wurden.

Die Neuorganisation des Hofes und seiner Hofkapelle war sehr wahrscheinlich eine Zusammenlegung verschiedener Standorte und verschiedener Musikkapellen, die Maximilian von seiner ersten Frau Maria von Burgund, seinem Vater Friedrich III. und seinem Onkel Sigismund dem Münzreichen "geerbt" hatte. Aufgrund der schlechten Quellenlage wird 1498 heute als Gründungsdatum der Wiener Hofmusikkapelle und auch der Wiener Sängerknaben angesehen.

 Die Geschichte der Kapelle in der Hofburgkapelle ist wahrscheinlich so alt wie das Gebäude: ihre Wurzeln reichen mindestens in das 13. Jahrhundert zurück.
 
Bedeutende Musiker wie Heinrich Isaak, Paul Hofhaimer, Jacobus Gallus, Philipp de Monte, Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Joseph Fux, Antonio Caldara, Antonio Salieri, Florian Leopold Gassmann, Joseph von Eybler, Georg Albrechtsberger, Franz Schubert und Anton Bruckner waren Mitglieder der Hofmusikkapelle.


Heute besteht die Wiener Hofmusikkapelle aus 41 Mitgliedern des Orchesters der Wiener Philharmoniker, 16 Mitgliedern des Herrenchors der Wiener Staatsoper, den Wiener Sängerknaben, den Organist*innen Elke Eckerstorfer, Jeremy Joseph, Wolfgang Kogert und Robert Kovács sowie den Kapellmeister*innen Jordi Casals, Johannes Ebenbauer, Martin Schebesta und Mirjam Schmidt.
 
Die Hofmusikkapelle musiziert von Mitte September bis Ende Juni jeden Sonntag um 9.15 Uhr in der Hofburgkapelle in Wien; dazu kommen Konzerte im Wiener Musikverein, bei den Salzburger Festspielen oder auch im Ausland.

Riccardo Muti ist Ehrenmitglied der Wiener Hofmusikkapelle.

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